Beate Knapp

Malerei und Zeichnung

26.9. - 7.11.2004


 
Kamera No. IV


 
Die Metamorphose der harmlosen Alltagsdinge
 
Beate Knapp stellt vom 29.9.-7.11.04 ihre Bilder in der "Galerie im Tor" aus.
 
Wenn schon der Betrachter der Holzskulpturen von Peter Hauck (letzte Ausstellung) vergeblich die spröde Kompaktheit des Materials Holz in seiner Erinnerung sucht, so verlassen auch die uns bekannten Gegenstände durch die Malerin Beate Knapp ihren von uns eingeordneten und gewohnten Status des Stilllebens.
 
Die Kamera wird zum rasch vorwärtsschreitenden einäugigen Ungeheuer, die Schuhe liegen ermattet am Boden, aber haben die Ruhe noch nicht gefunden, der bodenständige Topf schwebt über dem Tisch.
 
Beate Knapps Interesse am Gegenstand ist mit einem Bild nicht ausgeschöpft, sie malt ihn viermal und mehr. Der Betrachter entscheidet, wie intensiv er sich auf das Thema einlassen will, der Malerin ist einzig ihre Beschäftigung mit dem Gegenstand von Bedeutung.
 
Dieses intensive Nachspüren der Aussage wird beim Bild zum Gleichnis des Unvorhersehbaren und nicht Berechenbaren.

Luzi Oehring