Skulpturen von Heike Endemann aus Radolfzell und Lichtbilder von Ari Nahor aus Breisach.

 

Heike Endemann gibt dem monolithischen Holz durch Bearbeitung mit Werkzeugen und durch das Einbeziehen physikalischer Reaktionen wie dem Trocknungsverhalten des Materials eine neue Form. Das frisch geschlagene natürliche Ausgangsmaterial wird mit der Kettensäge, dem Beitel und anderen Werkzeugen ausgehöhlt, als Spirale aufgeschnitten, wie in dünne Scheiben „angeschnitten“ oder auch durchlöchert. Dabei geht die Bildhauerin ganz auf die Eigenschaften der jeweiligen Holzart ein: Farbe, Oberfläche, Beschaffenheit und Alter sind einige der Eigenschaften, die für die künstlerischen Entscheidungen maßgeblich sind. Die Säulen, Würfel, Kugeln scheinen uns vertraut, faszinieren aber gleichzeitig durch die neue Material und Raumerfahrung. Eben darin ist ihre künstlerische Leistung zu ermessen: dem jeweiligen Holz seine Poesie zu entlocken.

 

Ari Nahor malt, zeichnet und lithografiert mit der Kamera in der Hand.Das Licht formt Inhalt und Struktur, es ist die Grundvoraussetzung für diese Werke und so ist es verständlich, dass er lieber von lichtbildnerischen als von fotografischen Arbeiten spricht. Die Aufnahmen zeigen eine viel stärkere Räumlichkeit und Dynamik als wir dies von herkömmlichen Fotografien kennen.Die Rheinebene, Hohlwege im Kaiserstuhl – fast alle Landschaften stammen aus unserer Gegend, aber es geht nicht um die Topografie sondern um die Eigenheiten einer Landschaft, um Rhythmus und Struktur.  Ferne eigene Erinnerungen an Landschaftsformen, an Vegetation, an Geäst oder Büsche tauchen auf. Das entstandene Bild lässt sich nicht festlegen, es ist gegenständlich und abstrakt, es ist das, was wir bei der Betrachtung in uns finden.